Wir sind der

Osten

Michael Stieber

Michael Stieber ist Abteilungsleiter Verwaltung/ Finanzen/ EDV und 1983 in Bernburg geboren und aufgewachsen.

Gegangen: Michael wohnt aktuell in Nordhorn (Niedersachsen).

Foto: Manuela Bertram

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Weshalb bist du gegangen?

Beruflich habe ich nach meiner Ausbildung keine Perspektive gesehen. Auch, wenn meine Meinung bei der älteren Bevölkerung sicherlich kritisch betrachtet wird, wurden meiner Ansicht nach, die Auswirkungen perspektivisch, durch den Weggang der nächsten Berufsgeneration, nicht erkannt.

Wie gestaltest du die Zukunft?

Als Abteilungsleiter in Verwaltung, Finanzen und EDV des KulturForumSteinfurt versuche ich eine gesunde Kommunikation zu leben. Es ist für mich wichtig alle Kolleginnen und Kollegen entsprechend ihrer Fähigkeiten sowie Talente auf Augenhöhe einzubinden und zu fördern. Ich möchte einen positiven Einfluss in meinem Arbeitsumfeld sowie in der Region, in der ich arbeite, nehmen. In meiner beruflichen wie auch ehrenamtlichen Tätigkeit versuche ich einen dynamischen Organisations- und Optimierungsgedanken zu etablieren. Im stetigen Wandel der Gesellschaft gilt es für mich, die Balance zwischen Klassischem und Modernem, Ruhe und Hast zu finden.

  • 1983

    Bernburg

  • 2020

    Nordhorn

Glaubst du, deine Wende-Erfahrung bzw. die Wende-Erfahrung deiner Familie hat dich auch für den Digitalen Wandel gewappnet?

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Fühlst du dich Ostdeutsch?

Es ist im Grunde für mich ein undefinierbares Heimatgefühl. Ich habe meine Kindheit und Jugend in Sachsen-Anhalt verbracht und wurde in dieser Zeit regional geprägt.

Wie beeinflusst dich deine ostdeutsche Herkunft?

Meine Vergangenheit lehrte mich Flexibilität, Kreativität und Selbstbewusstsein. So mache ich keinen Hehl daraus, im „Osten“ – in Sachsen-Anhalt – geboren und aufgewachsen zu sein. Ich sehe auch keinen Grund, mich in irgendeiner Form anderen Personen gegenüber, aufgrund meiner Herkunft, herabzuwürdigen.

Was wünscht du dir für Ostdeutschland?

Meine Heimat muss beginnen, sich als kulturhistorisch, landschaftlich sowie gesellschaftlich herausragende Region zu verstehen und sich entsprechend selbstbewusst darstellen. Ich wünsche mir, dass Behörden und Unternehmen beginnen, sich überregional um kreative Personen und Führungskräfte zu bemühen. Neben demokratischen Verhältnissen sind vor allem attraktive berufliche Wirkungsstätten, kulturelle Einrichtungen und eine günstige Umgebung für Familien ausschlaggebend.

Der „Osten“ ist eine Himmelsrichtung und keine Pauschalisierung.