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Julia Leuterer

Julia Leuterer ist Geschäftsstellenleiterin und 1985 in Dresden geboren, hat später in Indien und Australien gelebt.

Zurückgekehrt: Julia wohnt heute in Dresden.

Foto: Adrian Bauer

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Weshalb bist du zurückgekehrt?

Ich bin gegangen, um die Welt kennen zu lernen und tief in andere Kulturen einzutauchen und dort mehr zu lernen über sinnvolles Arbeiten, Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und nützliche Fähigkeiten für die Zukunft. Ich bin zurückgekommen und geblieben, weil ich hier meine Fähigkeiten und meine Erfahrungen aus anderen Ländern gut einsetzen und hier für Veränderungen sorgen kann. Viele globale Probleme wie der Klimawandel sind hausgemacht und ich finde es sinnvoll, dazu beizutragen, unser Verhalten und unsere Gesetze hier zu ändern, was wiederum globale Auswirkungen hat.

Wie gestaltest du die Zukunft?

Seit Ende 2016 arbeite ich als Geschäftsstellenleiterin für die Lokale Agenda Dresden, die den Dialog für eine nachhaltige Entwicklung und enkeltaugliche Zukunft mitgestalten und übersetzen möchte. So möchte ich dazu beitragen, die Menschen in Dresden und Sachsen zu inspirieren und zu vernetzen, um die Rahmenbedingungen hin zu einer zukunftsfähigen, kulturellen Praxis zu verändern. Für mich schließt eine starke Nachhaltigkeit individuelle und gesellschaftlich relevante Fragen nach Gemeinschaft, Teilhabe, demokratischem Miteinander und gutem Leben für alle ein. Was heißt gutes Leben für Sie und welche Welt wollen Sie Ihren Mitmenschen hinterlassen?

  • 1985

    Dresden

  • Indien

  • Australien

  • Heute

    Dresden

Glaubst du, deine Wende-Erfahrung bzw. die Wende-Erfahrung deiner Familie hat dich auch für den Digitalen Wandel gewappnet?

3 von 5
Stimme gar nicht zu
Stimme voll und ganz zu

Fühlst du dich Ostdeutsch?

Ich sehe mich selbst als Weltbürgerin, die in Ostdeutschland geboren und aufgewachsen ist.

Wie beeinflusst dich deine ostdeutsche Herkunft?

Ich denke, die Erfahrung eines kompletten Systemwechsels hat meine Familie, deren Freundeskreise und damit auch mich stark geprägt. Viele Karrieren endeten mit der Wende und zum Beispiel auch meine Mutter musste sich nach der Wende umorientieren, es gab ihren Beruf einfach nicht mehr. Diese Umorientierung hat allen Menschen in meinem damaligen Umfeld viel Kraft gekostet, manche haben es auch nicht geschafft. Ich fand es allerdings auch spannend, in einer Stadt und einem System aufzuwachsen, in dem sich alles ständig ändert. Meine Schulerfahrung wird sich zum Beispiel grundlegend von der Schulerfahrung heute unterscheiden und Dresden von damals ist kaum mit der Stadt von heute zu vergleichen.

Was wünschst du dir für Ostdeutschland?

Mehr Erfahrungen der Selbstwirksamkeit, mehr Ideen und Taten zur Gestaltung des eigenen Umfeldes, mehr Demokrativerständnis, Eigenverantwortung und Empathie.

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