Wir sind der

Osten

Maike Steuer

Maike Steuer ist Journalistin und Gründerin, 1982 in Brilon geboren und in Windischleuba aufgewachsen.

Zurückgekehrt: Maike wohnt aktuell in Haselbach.

Foto: privat

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Weshalb bist du gegangen?

Als zehnjähriges Westkind wurde ich 1992 von NRW nach Ostthüringen verpflanzt, weil sich mein Papa hier im Osten als Dachdeckermeister etwas Neues aufbaute, zog für’s Studium erst nach Köln, zum arbeiten nach Indien und näherte mich ab 2013 mit der Geburt meines Sohnes schrittweise wieder Altenburg an – mit Zwischenstation in Leipzig. Ich bin heimgekehrt, weil ich näher an meine Familie heranrücken wollte und ich hier im wahrsten Sinne Raum habe für meine eigenen Projekte und inzwischen auch Altenburg aus seiner jahrelangen Starre erwacht ist und Veränderungen passieren können.

Wie gestaltest du die Zukunft?

Einfach nur sein, ist nicht mein Ding. Ich mache viel lieber, habe eine Webseite für ausschließlich gute Nachrichten gegründet und das Mobile Spielecafe im Team mit zwei anderen starken Frauen aus der Taufe gehoben. 2021 steht bei mir unter dem Oberthema: Ländliche Nahversorgung verbessern – in Kriebitzsch, wo ich den alten Konsum kaufen und zu einem Kreativkonsum entwickeln will sowie in Nobitz, wo ich ein Konzept für ein mobiles Nahversorgungsnetzwerk inklusive gespielter Dorfinventur ersinne.

  • 1982

    Brilon

  • Windischleuba

  • Köln

  • Mumbai

  • New Delhi

  • Leipzig

  • 2021

    Haselbach

Glaubst du, deine Wende-Erfahrung bzw. die Wende-Erfahrung deiner Familie hat dich auch für den Digitalen Wandel gewappnet?

3 von 5
Stimme gar nicht zu
Stimme voll und ganz zu

Fühlst du dich Ostdeutsch?

Ich bin gelebte Wiedervereinigung auf zwei Beinen und einfach nur Deutsche. Heimat ist für mich ein Gefühl, keine Himmelsrichtung.

Wie beeinflusst dich deine ostdeutsche Herkunft?

Als geborene Westdeutsche fühle ich mich gut integriert und habe Anfang der 1990er als Kind erlebt, wie meine gesamte Familie, genau wie unser Umfeld, sich neu erfand und sich komplett neu sortieren musste. Neuanfänge kann ich ;-)

Was wünscht du dir für Ostdeutschland?

Viele kreative, offene Menschen, die es mitgestalten und für eine bunte, diverse Gemeinschaft stehen. Ich mag die Farbe braun nicht.