Wir sind der

Osten

Thomas Wolf

Thomas Wolf ist Vordenker und 1979 in Dresden geboren.

Zurückgekehrt: Thomas lebt heute in Dresden.

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Weshalb bist du zurückgekehrt?

Ich habe mich damals mit 17 Jahren als Zeitsoldat verpflichtet und bin losgezogen – erst Goslar, dann fünf Jahre Berlin. An den Wochenenden war ich immer in Dresden. Dennoch sind die meisten sozialen Kontakte stumpf geworden.
Mit 21 habe ich dann mein Fachabi nachgeholt und dann in Mittweida studiert, bin während des Studiums in Südafrika gewesen und habe dann im Marketing in Hannover angefangen zu arbeiten. Kurz darauf ging es dann für sechs Jahre nach München, aber als sich doppelter Nachwuchs ankündigte und ich innerhalb der Firma die Option hatte von München nach Dresden zu gehen, habe ich diese wahrgenommen und bin mit meiner Frau zurückgekehrt. Sie kommt auch aus Dresden.

Wie gestaltest du die Zukunft?

Ich betreibe seit über drei Jahren die Plattform DieSachsen.de und die dazugehörige Facebook-Seite mit mittlerweile knapp 23.000 Abonnenten. Wir konzentrieren uns auf die positiven Themen aus Sachsen, teilen aber auch bewusst kontroverse Themen, um die Diskussion anzuregen. Und hier beginnt dann die Arbeit an unserer Mission, auf die Menschen einzugehen und sie zu ermutigen, Kritik vernünftig zu äußern. Mit unserem Hashtag #fairkommentiert versuchen wir das ganz zu unterstützen. Insbesondere der zurückliegende Wahlkampf in Sachsen hat uns fast täglich bis in die Nacht arbeiten lassen. Es hat Spaß gemacht und wir bekommen viel positives Feedback für unsere Arbeit.

  • 1979

    Dresden

  • Berlin

  • Kapstadt

  • Hannover

  • München

  • 2019

    Dresden

Glaubst du, deine Wende-Erfahrung bzw. die Wende-Erfahrung deiner Familie hat dich auch für den Digitalen Wandel gewappnet?

3 von 5
Stimme gar nicht zu
Stimme voll und ganz zu

Fühlst du dich Ostdeutsch?

Ich bin ein Mensch, der in Dresden geboren wurde, der sich aber überall wohl fühlt.

Wie beeinflusst dich deine ostdeutsche Herkunft?

Das kann ich nicht beantworten.

Was wünscht du dir für Ostdeutschland?

Ich wünsche mir, dass die Menschen, die sich als Opfer oder Verlierer fühlen, versuchen ihre Einstellung zum Leben dahingehend zu verändern, dass sie verstehen, dass der Staat nicht für alles verantwortlich ist und das jeder für das, was her hat oder nicht hat selbst verantwortlich ist. Die anderen sind nicht schuld.
Wer nicht will, findet Gründe, wer will, einen Weg!
Der Osten muss selbstbewusster werden, auch bei den Preisen, die Unternehmen aufrufen. Wenn die Qualität / der Service / die Innovationskraft stimmen, gibt es keinen Grund, billiger zu sein als die Unternehmen in den alten Bundesländern.