Wir sind der

Osten

Wir sind der Osten – Wir gestalten die Zukunft

Die Wiedervereinigung hat uns geprägt. Jetzt prägen wir die Gesellschaft. Die Initiative Wir sind der Osten macht Menschen in und aus Ostdeutschland sichtbar, die die Zukunft positiv gestalten. Sie zeigt Macherinnen und Macher, die Herausforderungen anpacken.

Fast ein Viertel hat Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung verlassen. Die Geschichte Ostdeutschlands veranschaulichen wir in Kategorien. Wir zeigen Erfahrungsberichte von Menschen, die Geblieben sind, also in den östlichen Bundesländern leben. Wir präsentieren auch die, die Gegangen sind, also heute in anderen Bundesländern oder im Ausland leben. Und wir werfen ein Schlaglicht auf jene, die Zurückgekehrt sind, die nach einem Auslandsaufenthalt oder aus den alten Bundesländern zurück in den Osten gezogen sind. Auf unserer Website findest du die Beweggründe, persönliche Schicksale sowie Wünsche und Forderungen für  Ostdeutschland.

In unserer Kategorie Rübergemacht berichten Menschen, die in den westlichen Bundesländern oder im Ausland aufgewachsen sind und in Ostdeutschland ihre Heimat gefunden haben, von ihren Erfahrungen. Die vielen unterschiedlichen Geschichten zeigen: „Den Osten“ gibt es nicht.

Die Initiative wurde ausgezeichnet mit dem Einheitspreis der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Smart Hero Award.

Du möchtest mitmachen? Schreib uns! Mail an:

hallo@wirsindderosten.de

Du möchtest uns finanziell unterstützen? Dann hier entlang:

"Einige Tugenden, die wir in der DDR von klein auf vermittelt bekamen, fehlen heute in der manchmal verrohten Ellenbogen-Gesellschaft."

Diego Wegner
(Verkehrsmeister U-Bahn)
"Ich bin unendlich stolz, wie positiv, humorvoll, erfolgreich, lebenslustig und lebensbejahend meine Eltern ihre Biografien fortschreiben."

Christin Käppler
(Unternehmensberaterin)
"Ich wünsche mir, dass die Ostdeutschen das emotionale Vakuum füllen, dass sie empfinden."

Christiane Lötsch
(Managerin)
"Ich wünsche mir für die Ostdeutschen, dass sie gelassener werden und sehen, dass die meisten im weltweiten Vergleich im Wohlstand leben."

Tobias Thiel
(Politikwissenschaftler)
"Ich wünsche mir die sofortige Abschaffung der finanziellen Unterschiede und die Anerkennung des Wirkens, Lebens, und Arbeitens, egal in welchem Beruf die Menschen zu DDR-Zeiten gearbeitet haben."

Christiane Springer
(Krankenschwester)
"In den 90er Jahren im Osten aufgewachsen. Das bleibt tief sitzen."

Florian Ranft
(Politikberater)
"Mein „Gefühl“ von ostdeutsch zu sein, beruht vor allem auf meiner nicht vorhandenen Erfahrung mit Migranten in meine Kindheit."

Eric Hattke
(Geschäftsführer)
"Wir haben das damals gut gemeistert, wir werden deshalb auch andere, weniger schwierige Situationen meistern. "

Claudia Münch-Nebel
(Strategie Direktorin)
"Ich wünsche mir eine herzliche Offenheit, Bodenständigkeit und das Wissen, dass viel aus widrigen Bedingungen machbar ist, wenn wir alle anpacken."

Martin Grund
(Experimentalpsychologe)
"Vor Veränderungen habe ich Respekt, aber keine Angst."

Dörthe Graner
(Moderatorin)
"Persönliche Entfaltung ist in der DDR kein Anspruch gewesen."

Andrea Kunz
(Hygieneinspektorin)
"Ich träume von einem Osten ohne rechte und linke Randparteien, von Menschen mit Mut zu Neuem, welche sich nicht als Opfer sehen, sondern als Chancengeber."

Christian Frohs
(Beamter)
"Die Frage 'Ost- oder Westdeutsch?' ist für mich zum Glück ein Stück Teilgeschichte."

Kai Diekmann
(Journalist und Unternehmer)
"Wir laufen vor keinem Problem weg, sondern stellen uns diesem mit einem offenen Ohr!"

Matthias Schnarr
(Manager, Booker, DJ)
"Ich wünsche mir, dass sich das Ostdeutschland, das ich kenne (freundlich, großzügig, erfinderisch, zugewandt) gegen das Ostdeutschland, das ich häufig in den Nachrichten sehe (frustriert, kleinlich, rassistisch, feindselig), durchsetzt."

Melanie Raabe
(Schriftstellerin)
"Diskurs heißt das Zauberwort. Und – scheiß noch eins! – Respekt!"

Julia Sachse
(Redakteurin)
"In Süddeutschland sind einige Dinge etwas konservativer, hier in Leipzig war die Stimmung sehr dynamisch."

Michael Benz
(Gründer)
"Wie beglückend und gleichzeitig schwierig die Wende für die Menschen im Osten gewesen sein mag, begreife ich erst heute."

Juliane Leopold
(Journalistin)
"Mir wurde beigebracht, Dinge zu hinterfragen und die Fragilität politischer und ökonomischer Systeme zu erkennen."

Martin Speer
(Autor, Aktivist, Berater)
"Mein Gefühl war: "Ach, wenn man zehn ist, dann gibts also eine Wende. Super!"

Amac Garbe
(Fotograf)
"Als ich aus Asien zurückkam, stellte ich fest, [...] wie westdeutsch geprägt unser Land eigentlich ist. Ich merke, wie westdeutsch viele Netzwerke noch immer sind. So habe ich meine ostdeutsche Identität erst wiederentdeckt."

Gabor Halasz
(Journalist)
"Es wird wohl länger als 40 Jahre dauern, bis Ost- und Westdeutschland wieder komplett zusammengewachsen sein werden."

Inga Draeger
(Geschäftsführerin)
"Ich bin geblieben, weil ich mich frei fühlte, jederzeit gehen zu können."

Stefanie Müller
(Buchhändlerin)
"Es ist die Mentalität, die mich manchmal abstößt, oft aber verliebt zurücklässt."

Julian Nejkow
(Politikwissenschaftler)
"Ich weiß nicht, ob ich ein paar der "typisch ostdeutschen" Eigenschaften habe. Ich laufe jedenfalls nicht mit einem Anglerhut herum."

André Herrmann
(Autor)
"Es ist so viel Positives passiert in den letzten 30 Jahren. Das sollte (mehr) gesehen werden, gerade von den Ostdeutschen selbst."

Oliver Drotbohm
(Senior Principal Software Engineer)
"Es gibt kein Ich außerhalb des Wir, nur innerhalb. Fühlt sich das „ostdeutsch“ an?"

Karl Kretschmer
(Freier Berater)
"Ich wünsche Ostdeutschland mehr Sichtbarkeit für das Machen und Ermöglichen als die Wahrnehmung in der Opferhaltung."

Christian Soult
(PR-Berater)
"Diese Brüche, ich habe sie alle überstanden. Das ist typisch ostdeutsch."

Ellen Vierecke
(Lehrerin)
"Meine ostdeutsche Idendität wird aktiviert, wenn ich die Statistiken zur Herkunft von deutschen Topmanagern sehe."

Philine Erfurt Sandhu
(Wissenschaftlerin)
"Der Strukturwandel ist hier härter und radikaler, aber das kann man auch als Chance verstehen."

Marc Rath
(Journalist)
"Wenn ich als Nachwendekind bemerke, dass Vorbehalte oder Generalisierungen gegenüber "dem Osten" Raum greifen, versuche ich sie anzusprechen, zu vermitteln."
Anh Tran
(Journalistin)
"Die Erfahrung, dass mit meinem Start ins Leben auch ein Neustart für dieses Land möglich wurde, hat mich optimistisch gestimmt."

Willi Hetze
(Soziologe)
Ich wünsche mir, dass Ostdeutschland (genau wie Gesamtdeutschland) mehr sichere Räume und Orte für queere Menschen schafft und all die ländlichen Regionen nicht davon ausgehen, dass es keine queeren Menschen bei ihnen vor Ort gibt.
"Dass über Nacht ein ganzes System zusammenbrechen kann, aber das Leben weitergeht, ist eine wertvolle Erfahrung für die Zukunft."

Andreas Postel
(Journalist, Korrespondent in Rom)
"Der Sozialismus, diese DDR wohnt in Bruchstücken in einem und wurde durch die Erziehung der Eltern und Großeltern weitergegeben."

Carolin Würfel
(Journalistin)
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Team

Wir haben nicht gedacht, dass wir dreißig Jahre nach der Friedlichen Revolution noch über Unterschiede zwischen Ost und West reden müssen. Dass der Blick auf die Ostdeutschen unsere Realität oft nicht widerspiegelt, noch viel weniger. Deshalb haben wir uns im Sommer 2019 zusammengeschlossen. Wir sind ein gesamtdeutsches Team und arbeiten ehrenamtlich an der Initiative. Unsere Basis ist der gemeinnützige Verein „Artikel 1“.

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